Prostatabiopsie
Pro und Kontra einer Prostatabiopsie
Bei Krebsverdacht wird eine Gewebeprobe entnommen und mikroskopisch untersucht. Ihr Arzt wird Ihnen eine Prostatabiopsie (auch: Proatatastanzbiopsie, Mapping) empfehlen, wenn verdächtige oder unklare Befunde bestehen: tastbare Knoten in der Prostata, verdächtige Bereiche im Ultraschall oder eine Erhöhung des PSA-Spiegels (prostataspezifischer Tumormarker). Beim Prostatakarzinom ist die Früherkennung besonders wichtig, denn es verursacht im Anfangsstadium nur selten Beschwerden. Zugleich sind die Heilungsaussichten um so besser, je früher es behandelt wird.
Die Prostatabiopsie ist ein ambulanter Eingriff, eine Narkose ist nicht erforderlich und erfolgt meistens über den Anus. Zuvor wird die Schleimhaut örtlich betäubt und gleitfähig gemacht. Der Arzt nimmt seinen Finger zur Kontrolle und Führung der Punktionsnadel zu Hilfe. Die Treffsicherheit der Punktion wird durch Verwendung eines an die Punktionsnadel gekoppelten Ultraschallgerätes, das in den Mastdarm eingeführt wird, erheblich erhöht.
Eine Stanze genügt nicht - Bei der Biopsie werden mehrere (6-12) Stanzen entnommen. Dies ist erforderlich, um Grad und Ausdehnung eines Prostatakrebses festzustellen. Davon hängt die Art der einzuschlagenden Behandlung ab. Das Stanzen erfolgt mit dem Biopsiegerät blitzschnell und ist kaum schmerzhaft.
Nach der Biopsie - Der Eingriff selbst dauert nur kurz, danach verweilen Sie jedoch noch einige Zeit zur Beobachtung in der Praxis/Krankenhaus. Bevor Sie nach Hause dürfen, wird der Urin kontrolliert, um sicher zu gehen, dass keine stärkere Blutung besteht. Nach der Biopsie sollten sie sich für ein bis zwei Tage schonen. Ein leichtes Druckgefühl kann auftreten, gelegentlich ist ein Schmerzmittel nötig. Leichte Blutbeimengungen zum Stuhl, zum Urin und im Sperma sind nach der Biopsie häufig und verschwinden nach wenigen Tagen von alleine.
Komplikationen - Bei stärkeren Blutungen, hohem Fieber, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Schmerzen in den Hoden setzen Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung.
Das Ergebnis - Die Gewebsproben werden von einem Pathologen mikroskopisch untersucht. Bei krankhaften Veränderungen (positive Biopsie) kann er deren Art und Malignität (Bösartigkeit) bestimmen. Ist kein krankhaftes Gewebe vorhanden (negative Biopsie), so kann dies bedeuten, dass tatsächlich kein Krebs vorhanden ist, oder dass er nicht getroffen wurde. Bei fortbestehendem Verdacht (Knoten in der Prostata, erhöhtes PSA) kann nach einem gewissen Zeitraum deshalb eine erneute Biopsie erforderlich sein.
ECT – Methode - Eines der Anwendungsgebiete für die ECT ist die Bekämpfung von Prostatakrebs, aber auch inzwischen z.B. die Früherkennung und sowohl auch die Nachsorgekontrolle um dem Patienten die Invasive Behandlung zu ersparen. Besonders bei einem noch sehr kleinen Tumor, der nicht mit Beschwerden einhergeht, haben Patienten oft Probleme sich für die große Operation zu entscheiden. Die ECT kann hier auf schonende Art und Weise helfen, unnötig invasive Eingriffe zu vermeiden.




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