Fact
Zu den anerkannten Heilmethoden der sogenannten Schulmedizin, gehören die medizinische Allopathie, die Homöopathie sowie einige Therapieen der Naturheilkunde. Neuen Therapieverfahren, die nicht sofort einzuordnen sind, stehen die etablierten Fachleute oft skeptisch, meist sogar ablehnend gegenüber. Warum das so ist, hat kein geringerer als Max Planck festgestellt: "Jede neue Erkenntnis muß zwei Hürden überwinden: 1. das Vorurteil der Fachleute und 2. die Beharrlichkeit eingeschliffener Denkweisen. Irrlehren in der Wissenschaft brauchen 50 Jahre, bis sie ausgemerzt sind, weil nicht nur die alten Professoren sondern auch ihre Schüler aussterben müssen".
Vor dieser Situation steht noch immer eine Behandlungsmethode zur Beseitigung bösartiger Geschwulste: Die Electro‑CancerTherapie, kurz ECT genannt. Die sogenannte Elektrotherapie, bei der erkrankte, Zellen mit Schwachstrom behandelt werden, ist keineswegs eine Erfindung der Neuzeit.
Schon der legendäre Mathematiker, Physiker und Philosoph Pytagoras (550 v. Chr.) hatte die Erkenntnis, daß der Mensch "aus einer Saite gezogen" worden ist und es die Schwingungen sind, die zum Zusammenhalt der Atome, Moleküle und Zellen führen.
Was Pytagoras noch nicht kannte, war die Reaktion der Schwingungen, die zu bioelektrischen Strömen führen. Darüber teilte erstmals rund 2600 Jahre nach Pytagoras der Pariser Hautarzt F. J. Darier (18561938) näheres mit. Er berichtete über die Heilung einer bösartigen Hauterkrankung (Melanom) durch Strom von einigen tausendstel Ampere (mA), der über Nadelelektroden an die erkrankte Stelle geleitet worden war. Man nennt dies Perkutane Elektro‑Therapie. Perkutan bedeutet: durch die ‑gesunde ‑ Haut hindurch'.
Längst wird auch in der klassischen Schulmedizin die Erkenntnis genutzt, dass jedes Geschehen im kranken Körper Störungen des biologischen Gleichgewichts sind. Disharmonische Eigenströme und elektrische Störimpulse bil den die eigentlichen Ursache von körperlichen Gebrechen. Daß es sich um elektrische Impulse handelt, zeigt der Einsatz von speziellen Geräten zur Erstellung des bekannten EKG (Elektrokardiogramm), das die Herzstromkurve aufzeichnet Auch das EEG (Elektroenzephalogramm) wertet elektrische Ströme aus, diesmal die des Gehirns.
Woher kommt die ECT?
Die Electro‑Cancer‑Therapie ist eine Methode, die vor über 30 Jahren von einem Wissenschaftler namens Nordenström am renommierten Karolinska‑Institut in Stockholm entwickelt wurde,und wird heute weltweit mit großem Erfolg eingesetzt. Nach einer Großuntersuchung hat der in Peking arbeitende Prof. Yiu Ling Xin nachweisen können, daß die ECT bei Hautkrebs nahezu 100 erfolgreich ist.
Grafik
Prof Dr. Yiu Ling
Wie funktioniert die ECT?
Die ECT geht zunächst davon aus, daß viele Tumore nicht selten mehr oder weniger nahe unter der Haut, also oberflächlich liegen und damit leicht zugänglich sind. Nachdem der Standort der krankhaften Zellen genau ermittelt worden ist, werden sie von zwei Elektro - Sonden, auch Elektroden genannt, "in die Zange" genommen. Zwischen den Elektrodensonden bzw. Nadeln fließt Strom.
Dieser Strom fließt durch die entarteten Zellen. Er sucht und findet seinen Weg bevorzugt durch kranke Zellen, weil die"Haut' (Membrane) der kranken Zellen einen geringeren elektrischen Widerstand aufweist als die gesunder Zellen. Darin liegt das eigentliche Geheimnis. Während der Strom kranke Zellen durchfließt, kommt es in diesen zu einem chemischen, genauer gesagt, elektrolytischen Prozess: In den Zellen entsteht ein sehr saures Millieu, das für das Tumorgewebe zerstörend ist. Die Zellmembranen werden durchlöchert und die Zellen sterben ab. Auf diese Weise haben die körpereigenen Abwehrzellen, die Phagoziten genannten Freßzellen Gelegenheit, in die Zellen einzudringen und sie zu eliminieren.
Wer bietet die ECT an?
In Deutschland ist diese Methode auch heute noch viel weniger verbreitet, als in anderen Ländern. Bereits vor 10 Jahren wurden auf den 1. Internationalen Konferenzen in Peking für Bio‑Elektro‑Therapie Studien vorgestellt, die von überzeugenden Heilerfolgen sprachen. (s. Kasten mit dem Auszug der Statistik von Prof. Dr‑ Yiu‑Ling Xin). Bei der zweiten Konferenz zu diesem Thema, die ein Jahr später in Stockholm stattfand, übertrafen die Erfolgsquoten bei 4000 behandelten Fällen in China die 80 % Marke.
In Deutschland bieten derzeit etwa 10 Praxen von Ärzten undHeilpraktikern die ECT‑Behandlung an. Die Dachorganisation ist die in Köln anssäsige Deutsche Gesellschaft für Organo‑Biotherapie e.V. Zur Gesundheit hat mit dem Leiter des privaten Institutes, H.Peter Weber, ebenfalls Heilpraktiker, der bereits seit 5 Jahren, damals als einer der Ersten in Deutschland, die ECT Behandlung angewendet hat und die Technik in Eigenentwicklung weiter entwickelt hat, ein Gespräch geführt.
Zur Gesundheit: Herr Weber. Wie kommt es, daß eine so erfolgreiche Methode ‑ wir kennen die Statistik, das geringe Risiko, die Preiswürdigkeit so verhältnismäßig wenig bekannt ist?
Weber‑. Dies liegt vor allem daran, daß hierzulande die sogenannte Schulmedizin nach wie vor auf die traditionellen Methoden, d.h. Skalpell, Bestrahlung und Chemotherapie setzt. In anderen Ländern sieht das etwas anders aus. Stellvertretend für viele möchte ich den Italiener Dr.med. Giuseppe Gasso vom onkologischen Zentrum Catanese im süditalienischen Catania, Dr. med. Anderson von der dänischen Krebsklinik Humlegarden, Dr. med. Ivan Stoyer, Universitätsklinik Herlev, ebenfalls Dänemark oder den von Ihnen bereits erwähnten Chinesen Prof. Dr. Ling nennen.
ZG: Ist die hier diskutierte Behandlungsmethode für alle Bereiche geeignet?
Weber: Da gibt es gewisse Einschränkungen. Sie haben es ja schon erklärt, daß die ECT mit speziellen Nadeln und Elektroden, zwischen denen ein Gleichstromfluß hergestellt wird, arbeitet. Diese können je nach Art und Lage eines Tumors diesen nicht erreichen, Hier liegt die Einschränkung.
ZG: Wo liegen bei Ihnen die Schwerpunkte?
Weber: Im eigentlichen Sinne gibt es keine Schwerpunkte. Mit der ECT können Magenkarzinome ebenso behandelt werden wie Haut‑ oder sonstige Tumore. Ich will jedoch zwei große Einsatzgebiete etwas näher beschreiben:
Prostataprobleme bei Männern und Brustkrebs bei Frauen
Erfreulich hoch liegt die Erfolgsquote bei Prostatakrebs. An dieser Erkrankung, das darf man nicht vergessen, sterben hierzulande jährlich etwa 12.000 Männer bei 22.000 Neuerkrankungen . Die meisten Mediziner raten ‑ unabhängig davon, in welchem Stadium sich die Krankheit befindet zur sogenannten Prostatektomie, anders ausgedrückt, zur Totaloperation. Die oft bittere Folge: Regelmäßig sind im Umfeld der Vorsteherdrüse liegende Bereiche wie Nerven und Blutgefäße betroffen. Und das ist für den Mann sowie seine Partnerin mit erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität verbunden.
Daß es auch ohne Skalpell und Strahlung geht, weiß ich aufgrund vieler Patienten. Dazu nur ein, wenn auch repräsentatives Beispiel: Bei einem 54‑jährigen Mann wurde Ende Februar 1999 ein Prostatakarzinom festgestellt, und der behandelnde Klinikarzt riet zur Totaloperation. Nach einigen Stationen ohne Erfolg kam dieser Patient durch Empfehlung in das Institut für Organo Bio‑Therapie nach Köln. Nach Auswertung der Befunde wurde die ECT Behandlung eingeleitet. Sie umfaßte mehrere Sitzungen, die letzte davon Ende Juni 1999.
Ohne zu sehr in medizinische Details zu gehen, möchte ich sagen, daß es einen bestimmten Prostata Wert gibt: Den PSA‑Wert, wobei PSA für Prostataspezifisches‑Antigen steht. Er liegt normal zwischen 0 und 4. Als der Patient ins Institut kam, lag sein PSA Wert bei 87,6. Wenige Wochen nach der ECT‑Behandlung stellte der dann behandelnde Internist einen PSA‑Wert von 1,8 fest, also normal‑ Zu einem späteren Zeitpunkt war er auf 1,5 gesunken‑ Der Mann hat mir berichtet, dass sich nach Aussage eines Facharztes die Prostata im altersentsprechend normalen Zustand befand.
Auch bei Brustkrebs, das zeigt Ihnen die Statistik, erzielt die ECT gute Erfolge. Prof. Yu‑Ling ermittelte noch knapp 74 %, andere berichten von Quoten bis zu 85 %. Das sind bei bösartigen Tumoren Quoten, die bei fast allen gutartigen Geschwulsten meist noch übertroffen werden.
Statistik gutartiger Tumore Auszug
ZG: Kommen wir kurz noch auf die Kosten. Es ist bekannt, daß bei herkömmlichen Verfahren nicht selten sechsstellige Beträge anfallen. Wie sieht dies bei der ECT aus, tragen Kassen die Kosten, ist die Behandlung beihilfefähig?
Weber: Die Kosten sind von Fall zu Fall doch so unterschiedlich, daß die Nennung bestimmter Beträge unseriös wäre. Ich kann alllerdings bestätigen daß sie höchstens bei fünf bis sieben Prozent jener Kosten liegen, die bei konventioneller Behandlung anfallen.
Was die Übernahme durch die Kassen betrifft, so läßt sich feststellen, daß private Krankenkassen zum größten Teil zahlen. Auch die Beihilfe. Sie folgen damit der Forderung des Bundesgerichtshofs, der die Kostenübernahme mit dem Argument, es gebe noch keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Methode für die Krebsbehandlung, postuliert. In seinem Grundsatzurteil geht das Bundessozialgericht davon aus, daß auch dann eine Erstattungspflicht besteht, wenn die Behandlungsmethode in ihrer Wirksamkeit noch nicht gesichert ist, wenn sie aber auf der anderen Seite nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft für möglich gehalten werden muß.
ZG: Gibt es neben der Erfolgsquote und den günstigen Kosten weitere gute Argumente für die ECT?
Weber: Nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, daß die Patienten ambulant behandelt werden. Die Behandlung unter ständiger Computerüberwachung ist schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen, der Patient kann nach jeder Sitzung eigenständig nach Hause gehen.
Lassen Sie mich zum Schluß noch ein Wort zu den Kritikern sagen. Der überwiegende Teil der Patienten entscheidet sich für die ECT, weil ihm alle anderen Heilversuche nicht helfen konnten, d.h., sie sind das, was man austherapiert nennt. Umso mehr freut es mich auch ganz persönlich, wenn die ECT helfen kann.
ZG: Danke für das Gespräch




IMAGINE ORANGE