Basaliom

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praxis weber basaliomDer Basalzellenkrebs (ältere Bezeichnung: Basaliom; auch: weißer Hautkrebs ; Epithelioma basocellulare; engl.: basal cell carcinoma, baslioma, basal cell epithelioma) ist eine Krebserkrankung des Epithels der Haut. Die bevorzugten Auftrittsgebiete sind meist der Sonne ausgesetzte Hautstellen wie Nase, Gesicht, Stirn, Schläfe, Ohren. Er entwickelt sich aus den basalen Schichten der Epidermis und der Haarfollikel. Der Tumor wird als halbbösartig – semimaligne – bezeichnet, da er zwar wie ein bösartiger (maligner) Tumor das umliegende Gewebe schädigt und sogar Knochen infiltrieren kann, aber nur extrem selten (in 0,03%) Metastasen bildet.




Epidemiologie


Basaliome treten vor allem zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Sie stellen mit 65% den größten Anteil der malignen Hauttumoren und kommen etwa zehnmal häufiger als Spinaliome (Plattenepithelkarzinome der Haut) vor. Die Häufigkeit schwankt je nach Sonneneinstrahlung zwischen 20–50 (Mitteleuropa) und 250 (Australien) Erkrankungen auf 100.000 Einwohner. In Deutschland sind es ca. 17.000 bis 20.000 jährlich. Bei immunsupprimierten (z.B. HIV-Infizierten oder Transplantationspatienten) überwiegt hingegen das Spinaliom.


Risikofaktoren und Pathogenese


Der größte Risikofaktoren ist die langjährige Einwirkung von Sonnenstrahlen. Daher entstehen Basaliome bevorzugt im Gesicht – 80% entstehen in den Bereichen um die Augen, also Stirn, Wangen, Nase, Oberlippe – wie auch im Nacken sowie auf dem dünnbehaarten oder kahlen Kopf. Im Unterschied zum malignen Melanom verursachen nicht häufige Sonnenbrände die Tumoren, sondern die Belastung der Haut durch UV Strahlen.


Der langwellige Anteil des UV-Lichts, UV-A (320–400 nm Wellenlänge), ist durch eine größere Eindringtiefe ausschlaggebend für die Entstehung eines Basalioms. Die kurzwellige UV-B-Strahlung wird zum größten Teil bereits in den oberen Hautschichten absorbiert und verursacht bevorzugt Schäden in den oberflächlichen Epithelzellen der Haut, siehe Plattenepithelkarzinom der Haut.


Neben der Lichtexposition sind aber auch genetische Veranlagung und Umweltfaktoren mit verantwortlich. Eine helle Haut (Hauttyp I oder II) ist ein wichtiger Risikofaktor. Eine weitere wichtige Ursache ist die chemische Noxe Arsen. Die Exposition kann noch nach Jahren zu Basaliomen führen.


Formen und Klinischer Verlauf


Man unterscheidet sechs verschiedene Formen von Basaliomen:


  • knotiges, solides Basaliom, häufig Teleangiektasien und (halb)kugeliges Erscheinungsbild.
  • oberflächliches Basaliom, auch Rumpfhautbasaliom genannt, oft vergesellschaftet mit Psoriasis und bei älteren Patienten, die eine Exposition mit Arsen in der Anamnese aufweisen.
  • pigmentiertes Basaliom, dieses kann leicht mit einem malignen Melanom verwechselt werden.
  • sklerodermiformes Basaliom, mit bloßem Auge oft nicht von normaler Haut abzugrenzen und daher schwer zu entfernen.
  • exulzerierend wachsendes Basaliom, auch Ulcus rodens genannt – von lat. rodere = nagen, perlschnurartiger Rand ist typisch.
  • destruierend wachsendes Basaliom, auch Ulcus terebrans genannt – , von lat. terebere = bohren – ist eine gefürchtete Form, die stark in die Tiefe wächst und Knochen und Knorpel zerstört. Die Folge sind in der Regel schwere Verstümmelungen.

Der weitaus größte Teil der Basaliome findet sich im sog. zentrofazialen Bereich, einem Streifen vom Haaransatz bis zur Oberlippe. Etwa 15 % der Basaliome sind an der Ohrmuschel, an der behaarten Kopfhaut und im unteren Gesichtsdrittel zu finden. Nur etwa 5 % der Basaliome liegen am Körper oder an den Extremitäten.


Basaliome wachsen sehr langsam über einige Jahre und macht sie damit differentialdiagnostisch unterscheidbar zum innerhalb von Wochen entstehenden und reizlos abheilenden Keratoakanthom. Den Beginn stellt meist ein kleiner, harter Knoten („Basaliomperle“) oder eine umschriebene Verhärtung (Induration) dar. Oft finden sich am Rand der Läsion sehr feine neu gebildete Blutgefäße, die zart durch die Haut schimmern, die sogenannten Teleangiektasien), sowie perlschnurartige Verdickungen am Rand des Tumors. Die das Basaliom bedeckende Epithelschicht schimmert Perlmutt-artig und ist ein weiterer wichtiger differentialdiagnostischer Aspekt.


Lange Zeit findet ein Wachstum in horizontaler und vertikaler Richtung statt. Entstehung von Geschwüren (Ulcerationen) und zerstörerisches Wachstum (Destruktionen) kommen in späteren Stadien vor und sind je nach klinischer Form unterschiedlich stark ausgeprägt.


  • Als Sonderform wird in der Literatur vom seltenen, verwilderten Basaliom (Intermediärtyp) berichtet. Hierbei handelt es sich um stark dedifferenzierte Basaliomzellen, die aggressiv zerstörerisch (destruktiv) wachsen und in der unmittlelbaren Umgebung (lokal) metastasieren. Die Prognose für diese Erkrankungsform ist entsprechend schlecht.

Quelle


http://de.wikipedia.org/wiki/Basaliom

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