Chelat-Therapie

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Die Chelat-Therapie ist eine spezielle Infusionstherapie zur Schwermetall-Entgiftung. Über die Vene wird dem Körper eine Lösung zugeführt, die verschiedene Mineralstoffe und Vitamine enthält, vor allem aber den Wirkstoff EDTA ( Ethylen-Diamin-Tetra-Acetat). EDTA verfügt über die Fähigkeit, Schwermetalle, z.B. Blei und Cadmium, sowie das Leichtmetall Calcium zu binden und über die Nieren auszuschleusen. Deshalb ist es sowohl bei der Metallvergiftung als auch zur Behandlung von Arterienverkalkung bestens geeignet. Die Heilerfolge bei der Arterienverkalkung erklären sich wie folgt:

 


Unsere Gefäße sind täglich einem Angriff von 10 000 Radikalen ausgesetzt. Der Organismus besitzt grundsätzlich die Fähigkeit, die Angriffe abzuwähren und die Schäden zu reparieren. Diese Schutzfunktion kann jedoch durch Schwermetallbelastungen beeinträchtigt werden. Die Schwermetalle beschleunigen die Bildung freier Radikale. Eine Folge davon ist die Arterienverkalkung.

Durch die Chelat-Therapie wird der Schutz vor freien Radikalen wieder hergestellt und zusätzlich wird die Arterienverkalkung durch Gabe von Vitamin C und B-Vitaminen günstig beeinflusst. Die Zellfunktion normalisiert sich und die Calciumüberladung wird abgebaut. Da EDTA die Schwermetalle wie mit Klauen umschließt und abtransportiert, hat man die Lösung „Chelat“ genannt, nach dem griechischen „Chele“ , welches „Klaue“ bedeutet. Das an Eiweiß gebundene Calcium wird nicht vom Chelat abgebaut und es kommt nicht zur Knochenentkalkung.

Die Chelat-Therapie wird in der ganzen Welt angewendet. In den USA sind z.B. schon über 1000 Ärzte darauf spezialisiert. Ca. 300 000 Patienten erhielten etwa 4 000 000 Infusionen. Die Chelat-Therapie wird zunehmend auch in Deutschland angewendet. Die Infusionslösung enthält ausschließlich Wirkstoffe, die vom Bundesgesundheitsamt zugelassen sind.

Gravierende Nebenwirkungen bestehen nicht. Innerhalb der letzten 20 Jahre kam es zu keinem schweren Zwischenfall. Gelegentlich können während der Infusion geringfügige Schmerzen, Ermüdung sowie Änderung des Blutdrucks und des Blutzuckerspiegels auftreten. Diese Befindlichkeitsstörungen werden problemlos durch Verlangsamung der Infusionsgeschwindigkeit und andere einfache Maßnahmen behoben. In der Regel verschwinden diese Begleiterscheinungen nach 2 Sitzungen von selbst. Durch gründliche Laboruntersuchungen vor und während der Therapie ist eine optimale Kontrolle gewährleistet.

Chelat-Therapie

  • hilft bei Arterienverkalkung (Arteriosklerose)
  • wirkt gegen erhöhte Calciumablagerungen im Körper, soweit sie im Zusammenhang mit der Arteriosklerose stehen
  • unterstützt die Behandlung verschiedener Gelenkleiden (Arthritis, Arthrose) sowie bestimmten Hauterkrankungen (Sklerodermie)
  • beugt vor gegen Belastungen durch Schwermetalle (Blei, Cadmium)
  • revitalisiert den gesamten Körper

Praktische Anwendung

Die Chelat-Therapie besteht aus ca. 30 Infusionen, einer Diät, Bewegungstherapie und einer sorgfältigen Beratung für eine gesunde Lebensweise. Es finden 2 Infusionen pro Woche statt. Die Behandlung kann auch für mehrere Wochen unterbrochen werden. Die Behandlung erfolgt ambulant und der Patient ist nach der Infusion nicht in der Leistungsfähigkeit oder Fahrtauglichkeit eingeschränkt. Der Patient sitzt während der Infusion und kann dabei lesen oder auch die Toilette aufsuchen.

Die Chelat-Therapie kann auch bei anderen medikamentösen Therapien, z.B. bei „Blutverdünnern“, angewendet werden. Bei erfolgreicher Chelat-Therapie können häufig andere Medikamente reduziert oder abgesetzt werden. Auch oder gerade nach gefäßchirurgischen Operationen wie Amputation, Anlage von Bypass oder Y-Prothese, ist die Chelat-Therapie anzuwenden. In der Regel beugt diese Therapieform jedoch derart schweren Eingriffen vor. Je nach Schwere der Erkrankung sollte die Chelat-Therapie nach ein bis drei Jahren wiederholt werden.

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