Misteltherapien bei Krebserkrankungen
Die Kelten kannten sie, die Druiden schrieben ihr heilende Kräfte zu. Heute ist die Mistel eine Heilpflanze, die es vor allem in der Behandlung von Krebserkrankungen zu besonderer Berühmtheit gebracht hat: sie ist in vielen Fällen Teil komplementärmedizinischer Behandlungen und viele Krebspatienten greifen auf Arzneimittel zurück, die unter Verwendung der Mistelpflanze hergestellt werden.
Gerade Krebserkrankte und deren Angehörige , ausgerüstet mit dem Wissen über die oft erheblichen Nebenwirkungen von Medikamenten, suchen nach Therapiealternativen.
Besonders in prognostisch ungünstigeren Behandlungssituationen wollen bis zu 50% aller betroffenen Familien in Deutschland komplementäre Behandlungsmethoden anwenden. Auf dem Kongress der Amerikanischen Gesellschaft für Blut- und Krebserkrankungen wurde eine Studie präsentiert, die belegt, dass Mistelpräparate den Zelltod von Leukämiezellen positiv beeinflussen. Zurückzuführen ist das auf Wirkstoffe der Mistel, die das Wachstum von Krebszellen hemmen und darüber hinaus das körpereigene Immunsystem anregen. Dieses Ergebnis auf dem weltgrößten Krebsforschungskongress in San Diego hat Konsequenzen für die weitere Forschung: auf Basis dieser neuen Daten läuft hierzu ein Projekt an sechs deutschen Uni- Kliniken.
Allen Mistelpflanzen gemeinsam, sie sind ein Halbparasit, der eine Wirtspflanze zum Leben braucht, auf der er wächst und die ihn mit Nährstoffen versorgt.
Wirkung von Misteltherapien
Klinisch konnten jahrzehntelang Anwendungen der Misteltherapien folgende Beobachtungen gemacht werden:
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Hemmung des malignen Wachstums ohne Beeinträchtigung gesunder Gewebe,
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Steigerung der körpereigenen Abwehr- und Ordnungskräfte (Immunmodulation),
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Anregung der Wärmeregulation,
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Linderung tumorbedingter Schmerzen,
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Hebung von Allgemeinbefinden und Leistungsfähigkeit, auch unabhängig von der lokalen Tumorsituation
Anwendungsgebiete
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Anregung von Form- und Integrationskräften zur Auflösung und Wiedereingliederung verselbständigter Wachstumsprozesse,
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bösartige und gutartige Geschwulstkrankheiten,
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bösartige Erkrankungen und begleitende Störungen der blutbildende Organe,
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Anregung der Knochenmarkstätigkeit,
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Vorbeugung gegen Geschwulstrzidive, definierte Präkanzerosen




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