Ozontherapie - Was ist das?

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Mit dem aufkommenden Bewusstsein für Umweltverschmutzung ist Ozon in aller Munde. Oben in der Atmosphäre befindet sich zu wenig Ozon, die schädlichen ultravioletten Strahlen der Sonne können nur ungenügend gefiltert werden. Unten auf der Erde wirkt Ozon durch seine stark oxidierende Wirkung auf die Schleimhäute als Atem-Gift, weshalb geraten wird,sich an Tagen mit besonders hoher Ozon-Belastung möglichst wenig im Freien aufzuhalten.


Ozon ist nichts anderes als Sauerstoff, allerdings gegenüber unserem Atemsauerstoff in einer chemisch veränderten Form. Über die Lunge eingeatmet reizt es die Atemwege, weshalb es zu therapeutischen Zwecken stets im geschlossenen System verwendet wird, wo es nicht mit der Luft, die wir einatmen, in Berührung kommt.


Damit Ozon seine heilende und stärkende Wirkung entfalten kann, wird es dem Patienten nicht über die Atemwege, sondern auf unterschiedliche Weise über die Blutbahn oder direkt ins Gewebe zugeführt. Die einzelnen Methoden werden weiter unter erläutert. Welche Methode auch immer angewendet wird, es handelt sich stets um ein Ozonsauerstoffgemisch, wobei der Ozonanteil lediglich 1-2% des Gemischs ausmacht, der Sauerstoffanteil liegt also bei über 97%. Dennoch liegt in dem kleinen Ozonanteil die eigentliche therapeutische Wirkung.


Das Ozonmolekül verbindet sich im menschlichen Blut hauptsächlich mit den dort überall vorhandenen ungesättigten Fettsäuren und bildet mit diesen ein Peroxid, eine sauerstoffreiche Verbindung. Der auf diese Weise gebundene Sauerstoff wird überall dort im Gewebe, wo Sauerstoffmangel herrscht, wieder frei gesetzt und verbessert so die Sauerstoffversorgung in allen Organen des Körpers. Von den Krebszellen wissen wir, dass ein sauerstoffarmes Milieu ihre Entstehung begünstigt.


Ozon (O³) unterscheidet sich vom Sauerstoff (O²) auch dadurch, dass im O³ eine große Menge Energie gebunden ist, die bei der Reaktion des O3 mit Blut frei wird und dem Organismus für seine Stoffwechselaufgaben und die Regulierung des Immunsystems zur Verfügung steht. Daher spüren viele Patienten nach einer Ozontherapie einen Energieschub.


Der dritte wichtige positive Effekt der Ozon-Sauerstoffbehandlung liegt in seiner hemmenden Wirkung auf Bakterien, Pilze und Viren. 2008 bekam der Heidelberger Krebsforscher Prof. zur Hausen den Nobelpreis für Medizin für seine Entdeckung, dass an der Entstehung sehr vieler (vermutlich aller) Krebserkrankungen Viren beteiligt sind. Daher machen wir uns diesen Effekt der Ozon- Sauerstoff-therapie bei allen Infektionskrankheiten und bei Krebs zu Nutze.

Damit haben wir drei wesentliche positive Effekte der Ozontherapie:

  • Förderung der Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Gewebe
  • Bereitstellung von zusätzlicher Energie für den Stoffwechsel und die Körperabwehr
  • Abtötung von Mikroorganismen, die in unserem Körper Krankheiten auslösen  

Was kann behandelt werden?

Aus diesen Eigenschaften lässt sich ableiten, auf welche Krankheiten die Ozontherapie einen günstigen Einfluss hat. Es sind dies die große Gruppe der Durchblutungsstörungen (z.B. des Herzens, im Alter, bei Diabetes, etc.), ferner all jene Krankheiten mit Energiemangel und abgschwächtem oder fehlgesteuertem Immunsystem (z.B. burn out, Tumorleiden, allgemeine Infektanfälligkeit) oder überschießender Abwehrlage (z.B. Allergien, rheumatoide Arthritis) und schließlich noch durch infektiöse Keime, insbesondere Viren, verursachte Krankheiten (z.B. Leberentzündungen (Hepatitis), Gürtelrose, akute Virusinfekte, Bronchialerkrankungen u.a.).

Aus unserer langjährigen Erfahrung mit Krebspatienten wissen wir, dass eine Serie von 10-15 Ozonbehandlungen eine sehr wichtige Maßnahme zur Metastasenverhütung darstellt.

Bei uns stellt die Ozon-Sauerstofftherapie die Basisbehandlung der ganzheitlichen Krebstherapie dar und hat einen großen Anteil am Zustandekommen der nachgewiesener maßen sehr guten Therapieergebnisse unseres Hauses bei Krebs.

Wie läuft eine solche Behandlung ab?

Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten:
  1. Die sog. große Ozon-Eigenblutbehandlung, bei der aus der Armvene ungefähr 150 ml Blut in eine Infusionsflasche entnommen wird, dem ein wenig gerinnungshemmende Substanz zugesetzt wird, damit das Blut während der gesamten Anwendung flüssig gehalten wird. Dann wird das Blut in der Infusionsflasche mit einer bestimmten Menge und Konzentration des Ozon-Sauerstoff-Gasgemisches vermengt. Man kann beobachten, wie beim Schwenken der Infusionsflasche das dunkle venöse Blut ganz hellrot wird, weil es nun sauerstoffreich wird. Ist der Vermengungsvorgang abgeschlossen, läuft das Blut langsam als Tropf zurück in die Vene. Die gesamte Anwendung dauert ungefähr eine ½ Stunde. Sie als Patient liegen dabei auf einer Liege, sie spüren lediglich den Einstich der Nadel, wie beim Blut abnehmen.
  2. Der Einlauf über den Darm: Hierbei wird eine große Glasspritze mit Ozongas gefüllt und mit einem Einmalkatheter verbunden, welcher Ihnen wenige cm in den Enddarm eingeführt wird. Sie liegen hierbei in Seitenlage auf einer Liege. Der Vorgang ist absolut schmerzfrei. Über die Spritze und den Katheter wird Ihnen das Gasgemisch vorsichtig in den Darm gepumpt. Es wandert dann durch die Darmwand und gelangt so in die Blutgefäße.
  3. Die sog. Beutelbegasung: Sie findet Anwendung bei schlechtheilenden Hautwunden, z.B. bei Diabetikern. Befindet sich eine Verletzung am Fuß, wird dieser bis zum Knöchel in eine Art abgeschlossene Plastiktüte eingepackt, so dass keine Verbindung zur Raumluft besteht. In diese Plastiktüte wird über einen Schlauch das Ozon-Sauerstoffgemisch eingeführt. Es kommt also direkt in Kontakt mit der Wundoberfläche, reinigt die Wunde von Bakterien, fördert die Granulation und damit die Heilung. Auch dieser Vorgang ist schmerzfrei.
  4. Die lokale Tumortherapie: Hier wird das konzentrierte Ozon-Sauerstoff-Gas mit einer hauchfeinen Nadel direkt in das Tumorgewebe (z.B. bei Brustkrebs) gespritzt. Durch die genannten Effekte kommt es zu einer Rückbildung und häufig auch Ausheilung des Tumors, wie wir in vielen bisher behandelten Fällen beobachten konnten.

    Es ist anzumerken, das Ozon, sachgemäß angewendet, keine Nebenwirkungen hat oder Gefahren birgt. Wir haben bisher etwa 60.000 Ozon-Sauerstoffbehandlungen durchgeführt und niemals eine bedrohliche Situation erlebt. Wenn von vereinzelten Problemen bei anderen Therapeuten berichtet wurde, war dies immer auf fehlerhafte Handhabung zurück zu führen.
    Viele Patienten fühlen sich nach einer Ozontherapie erfrischt, aber auch wenn zunächst subjektiv keine Veränderung spürbar ist, entfaltet die Ozontherapie jene (oben beschriebenen) tiefgreifenden positiven Wirkungen, die Durchblutungsförderung, die Verbesserung der Abwehrlage und die Keimabtötung.

    Über die Effekte der Ozontherapie liegen umfangreiche Forschungsergebnisse aus einer großen Zahl von Universitäten des Auslandes vor. Besonders in Brasilien, Italien und Russland wird sehr viel mit Ozon gearbeitet und geforscht. In Deutschland, wo die Methode in der Nachkriegszeit entwickelt worden war, gilt sie leider immer noch als Außenseitermethode und beginnt sich erst langsam durchzusetzen.
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